Soziales Lernen

Gemeinsam arbeiten und Lösungen finden.
Gemeinsam arbeiten und Lösungen finden.

Zusammenleben und lernen – Sozialkompetenztraining in der Jahrgangsstufe 8

Über zwei Jahre ist es nun her, dass die Liebfrauenschule sich auf den Weg gemacht hatte ein soziales Projekt größeren Formats zu starten. Anschubser gab es dafür mehrere. Zum einen sind Schulsozialarbeiter immer ein knappes Gut an Schulen, so dass ein zusätzliches Projekt ein klein wenig den Mangel an Personal in der Schulsozialarbeit gewinnbringend auffangen sollte. Zum anderen ist der Wert der Arbeit an den sozialen Kompetenzen nicht hoch genug einzuschätzen. Das Fördern und Weiterentwickeln von Sozialen Kompetenzen ist die Grundlage für ein gutes Zusammenleben und einer positiven Lernatmosphäre. Zudem sind dem Schulleiter Heinrich Willenborg Stiftungsgelder des Bistums Münster für eine derartige Arbeit zugesichert worden.

Der Anfang des Projektes gestaltete sich eher holprig. Wegen der Coronapandemie musste das Projekt um ein ganzes Schuljahr verschoben werden. Und so ging man zu Beginn des Schuljahres 2021/2022 mit dem achten Jahrgang an den Start, da das Lehrerteam 8 sich schon über ein Jahr mit dieser Thematik beschäftigt hatte und im Austausch mit Andreas Göcke, Erzieher, Diplomsozialarbeiter und Erlebnispädagoge, stand. Neben der pro Klasse ganztägigen Auftaktveranstaltung und des größeren Abschlussblockes gab es für jede Klasse 8 eine Doppelstunde Sozialtraining im Monat. Hier waren auch häufig die Schulsozialarbeiterin Anna Britt und die Praktikantin Saskia Seibert mit im Boot.

Schaffung einer positiven Lernatmosphäre durch Verbesserung des grundlegenden Verhaltens der Gruppe sollte schrittweise und durchaus für jede Achterklasse individuell Ziel des Schuljahres sein.  Teilziele der fortlaufenden Veranstaltung waren dementsprechend Elemente wie, Stärkung der Akzeptanz und Toleranz für seine Mitschüler*innen, Erkennen und Abbau von Eskalationsspiralen, Einnahme eine Perspektivwechseln, etc. .    Als erlebnispädagogische Elemente dienten Interaktions- und Kooperationsübungen, Partnerübungen zur Selbsterfahrung, Einführen von Ritualen und das Erarbeiten eines Kontraktes. Auf der Basis dieser Elemente wurde ein Programm erstellt, welches durch Herrn Göcke in Zusammenarbeit mit dem Klassenleitungsteam für jede Klasse nach jeder Einheit reflektiert wurde, so dass die nächste Einheit wieder auf die Klasse abgestimmt geplant werden konnte. So, schon ist es so weit; das Schuljahr ist um und somit endete auch das Soziale Projekt in Jahrgang 8. Als eine sehr spannende und intensive Zeit mit den Achtklässlern empfand Christiane Schabos, BuG, die die Gesamtkoordination über das Jahr hinweg übernahm. So gab es Phasen da war das Miteinander Klasse und Erlebnispädagoge intensiv. Andreas Göcke zeigte sich als Pädagoge, der die gemeinsam getroffenen Vereinbarungen immer wieder einforderte; und das war für den einen oder anderen Schüler echt anstrengend. Aber nur so konnte jede/jeder Einzelne  in seinem sozialen Tun gefördert und gefordert werden.

Das Soziale Training endete mit einer Einheit Bogenschießen. Hier bekam der Schüler ein direktes Feedback seines Tuns. Mangelnde Fokussierung und eine schlechte Körperhaltung führten am Ziel vorbei. So war es schön anzusehen, dass bei Zunahme beider Parameter auch die Zielgenauigkeit wuchs. Diese direkten Zusammenhänge sind leider nicht immer so schnell und aussagekräftig in der pädagogischen Arbeit zu sehen. So kann sich das Achterklassenlehrerteam gut vorstellen einige Themen im nächsten Schuljahr noch einmal mit den Schülern aufzunehmen und weiterzudenken.

Text und Fotos: Christiane Schabos